Archiv 2011

Die Seite für Autonomie, gepflegten Anarchismus und Freiheit durch Minimalismus. Reales, Fiktives, Selbstgespräche und politisch Unkorrektes. Aus dem Leben eines alternden, verbitterten und völlig hilflosen Behinderten. Achtung, spießerfreie Zone!













Weihnachten steht vor der Tür. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Wenn das Leben wenig Überraschungen bietet, macht man(n) sich welche. Ob sich die tierische Maloche mit der 70cm-Kugel dieses Jahr gelohnt hat, kann ich nicht so eindeutig beantworten. Fest steht, daß ich, ohne daran gedacht zu haben, aus vielen Ecken des Internets von wildfremden Menschen Zuspruch, anerkennende Worte, und auch Hilfe bekam. Meine Art der "Kriegsberichterstattung" schien den Leuten gefallen zu haben. Der sich teilweise daraus entwickelnde Gedankenaustausch zeigt mir, daß bei aller Kaltschnäuzigkeit und Berechnung im Geschäftsleben, bei den unvorstellbaren Kommunikationsmöglichkeiten der heutigen Zeit, der Mensch sich kaum geändert hat. Vielmehr bietet bei vernüftiger Dosierung das Internet auch Chancen, mit Menschen, die auf der gleichen Wellenlänge liegen, in Kontakt zu treten. Gelegentlich verschwinde ich, wenn es die Gesundheit zuläßt, zum Denken und Spänemachen in der Werkstatt. Und dies, so lange ich das noch kann. Wünsche Euch allen einen Winkel in Eurem Leben, wo Ihr Euch besonders wohl fühlt...



Es wäre schon lustig, wenn's nicht so traurig wäre. Mein schlichter Hinweis an den Betreiber des Forums, daß mich die verwendete Schrift im Logo stark an die in der rechten Szene verwendeten erinnert, verursachte bei den Seppels einen  riesigen Aufstand. Die Ehre der Nation drohte, befleckt zu werden. Der Junge weiß noch nicht einmal ansatzweise, was ich damit gemeint haben könnte. Nun gut, schließen wir das Kapitel. Er braucht die Kuschel-Dialoge mit seinen Buberln ganz sicher nötiger, als ich. Und Kritik schadet nur dem Geschäft mit den Foren-Sponsoren...










Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Siegburg hat auch nach Jahren nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt.




Kugeln beruhigen meine Nerven. Ob als Kugel pur, als Kugelteelichthalter, oder jetzt die Kugelknackis, das ist egal. Hauptsache rund...


Besinnliche Vorweihnachtszeit? Vergiß es! Wo doch jetzt nach dem neuesten Werbespot Weihnachten unter dem Baum entschieden wird.

Da flattert ein Brief von einer Abmahnkanzlei ins Haus. Man solle angeblich vor über drei Jahren ein Album von Mario Barth, ausgerechnet von diesem Highlight deutscher Kultur, illegal aus dem Netz gesaugt haben. Da wird in diesem aus Textbausteinen zusammengesetzten Massenabmahnungsbrief eine atemberaubende Summe aufgerufen. Warum hat man da nur gekleckert, und nicht gleich einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe gefordert? Das wäre genau so utopisch.

Jeder weiß, daß diese Kanzlei mit mehr als 50 Anwälten angeblich das in Deutschland mögliche Erlösmodell mit Massenabmahnungen betreiben soll. Aber weise 'mal nach, daß Du früher zu doof warst, Deinen WLAN-Router zuverlässig gegen Zugriff von außen zu sichern. Ist auch wurscht, weil Du nach der aktuellen Rechtsprechung eh dafür haftest, was mit Deinem Internetzugang veranstaltet wurde.

Vielleicht sollte ich Ihnen anbieten, in Haft zu gehen. Oder ersatzweise eines meiner alten Organe zu spenden, um von dem Erlös mitzuhelfen, den Fortbestand dieses Rechts-Imperiums zu sichern. Das wird bestimmt eine tolle Weihnachten. In diesem Land, in dem ungezügelter Kapitalismus unter dem Deckmäntelchen einer angeblich sozialen Politik mit klientelfreundlichen Gesetzen derartige Blüten treibt...




Was ist nur aus meinen behinderten Werkstatt-Seiten geworden?! 4952 Besuche im November 2011. Es ist nicht zu fassen. Zu Anfang, vor einigen Jahren, freute ich mich wie Bolle über 400 Besucher im Monat. Und jetzt sowas...




Auf meinen Notruf hin schickte Mark eine Ladung Weißbuche. Das ideale Holz, um daraus Gewindespindeln zu fräsen. Habe mich heute daran gemacht, das Holz auszuprobieren. Es ist ein Recycling-Knacker aus geräucherter Eiche geworden. Richtig, aus einem Tisch-Haxn (siehe Teelichthalter weiter unten). Die Fräserei klappt jetzt mit dem geeigneten Holz viel besser. Man(n) lernt nie aus...




Dieser Auftritt wird vermutlich der letzte gewesen sein. Es wurde mit den Jahren immer schwerer, sowas zu machen. Nette Gespräche und Anerkennung durch die Besucher sind die eine Seite. Danach tagelang wie eine tote Fliege in der Gegend herumzuhängen, die andere. Alles hat seine Zeit...



Na ja, für'n Anfänger...





E
in halber Nußknacker. Mehr ist es noch nicht. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Bin gerade dabei, die Techniken und Möglichkeiten der Gewindefräsvorrichtung zu erlernen. Da das nicht allzu verbreitet ist, es auch wenig Infos darüber gibt, übe ich halt. "Learning by doing" (Lernen durch Handeln) , wie man sagt...



So, das 70 cm Riesen-Baby ist fertig. Aber sowas von... Ich übrigens auch. Scheint irgendwie nicht mein Jahr zu sein. Jahrzehnt? Leben?

Egal, irgendwann werde ich wieder Tritt fassen. Das wird schon. Ob es sinnvoll ist, Kugeln zu bauen, die weitaus schwerer sind, als der, der sie verbrochen hat? Ich weiß es nicht. Es war einfach stärker als ich...



Die Nußknackermaschine ist fertig geworden:


Werde ab sofort wieder meinem Spieltrieb in gewundener Form frönen...



Das 70cm-Monsterkügelchen ist fast fertig. Scheint die drechselnden Mitmenschen ganz schön beschäftigt zu haben. Dabei ist es doch relativ einfach: Wenn ich es sage, mach' ich es auch. Und wenn es Backsteine hagelt. Oder vielleicht gerade dann. Altersstarrsinn halt...

Für meine "Dreckselbank" scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, die mir das weitere Drechseln ermöglicht, ohne zusätzlich noch größere Investitionen, bzw. maschinenbaumäßige Klimmzüge veranstalten zu müssen. Größer als 50cm sollen die Kugeln in Zukunft ja nicht werden. Also klein genug, daß ich sie noch einigermaßen händeln kann. Und groß genug, daß ich sie mit Lesebrille auch wiederfinde...

Es geht in Riesenschritten auf die Weihnachtszeit zu. Will mich einmal ausführlicher mit dem Thema Gewindefräsen für Nußknacker, und natürlich, wie alle Jahre wieder, mit Teelichthaltern befassen. Schau'n 'mer 'mal...



Wieder ein Beweis dafür, daß wir in einem Entwicklungsland leben, und nicht von den Besten regiert und verwaltet werden... [ KLICK ]






"Die Sonne schien ihm auf den Bauch. Das soll sie auch." Das war heute  ungefähr das Motto des Tages. Temperaturen, wie an einem gut durchtrainierten Sommertag. Und das Anfang Oktober...

Was lag also näher, als den Kadaver mit dem E-Stuhl Gassi zu fahren? Überall widerlich gut gelaunte Menschen. An jeder Ecke grinsten einen Blumen an. Es war grauenvoll. Möchte Euch diese furchtbaren Bilder nicht vorenthalten...






Heute hatte ich die Nase voll vom langwierigen Prozess der Herstellung der finalen Eschenkugel. Deshalb war das Arbeitstempo und die Arbeitszeit mal etwas heftiger... [ KLICK ]



Obwohl ich momentan hustend und schniefend kaum für irgendwas Sinnvolles zu gebrauchen bin, habe ich mich aufgerafft, und meine Spänetonne zusammengebaut. Angesichts der zu erwartenden Spänemengen durch den Bau der 70cm Kugel auch bitter nötig, da mich das Wechseln und Leeren der Spänesäcke mitunter vor eine fast unlösbare Aufgabe stellt...
[ LINK ]



Neues vom Kugelfräser [Klick auf das Bild] :




Wenn ich Glück habe, ist es nur eine Blasenentzündung. Wenn nicht, hat es bestimmt einen spannenden Namen. Bin mal für ein paar Tage 'raus...



Oft sind es die Kleinigkeiten, auf die es ankommt. Hatte vor einiger Zeit den Vorschlag gemacht, im Hessischen Holz- + Technikmuseum in Wettenberg-Wißmar einen "Holzweg" zu bauen, um Besuchern mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl den interessanten Bereich hinter den Schienen für das Sägewerk zugänglich zu machen.

Jetzt mailte mir der Leiter des Museums, daß sie den selbstgebauten Übergang schon eine zeitlang in Betrieb hätten. Ist prima gelungen...




Was ist denn hier los? Fast 4000 Zugriffe im August 2011 auf meine mickrigen Behindertenseiten? Habt Ihr kein Zuhause?
Und weiter geht's. Gestern standen wir am Abgrund. Heute sind wir schon einen Schritt weiter...



Die Sache mit dem Wechselbad der Gefühle. Positiv kann man sehen, daß manches wegen Überlastfähigkeit länger funktionieren kann, als es im Tabellenbuch steht. Aber leider hatte ich schon vor zwei Jahren mit meiner Einschätzung Recht. [ Mein Leidensweg mit der Drechselbank ]


 


Das isser... Der Rohling für die schon lange geplante, finale 70cm Eschen-Kugel. Habe dem Schicksal und meinem Umfeld das große Pfadfinder-Ehrenwort gegeben, daß ich, falls ich diese Kugel noch hinbekomme, sowas Ähnliches, wie vernüftig werde. Also nur noch maximal Kleinzeug in der von mir bevorzugten Größe zwischen 30 und 50cm Durchmesser baue. Ja ich weiß. Aber jede Jeck is anders...

Heinz brachte heute, als wäre es die größte Selbstverständlichkeit der Welt, dieses kapitale Eschenstammstück im Durchmesser von über 70cm zu mir. Der helle Wahnsinn. Werkstattkran, Rückezange und wir hatten ziemlich daran zu ackern, das Teil in die Unterwelt zu verfrachten. Schließlich klappte es doch besser, als gedacht. Wenn meine weiße Nasenspitze wieder etwas Farbe hat, werde ich der Esche tief in die Augen schauen...



Loslassen, jo. Davon kann ich einige Arien schmettern. Was ich in den letzten Jahren alles losgelassen habe, ist unglaublich. Quasi auf dem dritten Bildungsweg mit steigender Lebenserfahrung den Magister im Loslassen gebaut...

Bin ich noch aus dem letzten Leben als Einzelperson mit 'nem 7,5 Tonner Koffer mit Ladebühne 'rausgefahren, bin ich heute in jeder Hinsicht erheblich leichter geworden. Habe zuerst körperliche Leistungen loslassen müssen. Dann gesellschaftliche Kontakte. Und danach habe ich echt ein paar Jahre daran geackert, palettenweise (wörtlich zu nehmen) Kram loszuwerden. Und jedes Mal ging es mir ein Stückchen besser...

Es ist nicht so, daß ich mich je über Besitz definiert hätte. Es war für mich die Unabhängigkeit von Anderen, mir nichts leihen zu müssen. Sah kopfschüttelnd, wie ein studierter Grasfresser, der wohl früher eine Eins in Mathe hatte, jedes Mal brav mit dem Bollerwagen durchs Dorf rannte, um sich zum Wochenende einen popeligen Grill zu leihen. Sowas wäre mir niemals passiert...

Heute haben sich die Zeiten geändert. Bin ich schon ein paar Jahre beruflich aus dem Rennen, und arbeite nur noch dann, wenn mir danach ist, und es meine Tagesform zuläßt. Aber nicht als Kaufmann, sondern als Handwerker. Eine wunderbare Erfahrung für mich, die ich sehr schätze, und auch die verbleibende Zeit genieße...

Jedenfalls habe ich gestern, als es mein Körper zuließ, die letzten Stapelkisten voller Männerspielzeug aus gut dreißig Jahren zum Abschuß freigegeben. Da kam was zusammen. Reste aus der Zeit als Funker. Die Zeit mit Fernsteuermodellen hinterließ auch ihre Spuren. Dazu noch die Zeit des Fotografierens. Ein paar Kameras mit Zubehör lagen seit Ewigkeiten in den Kisten. Und natürlich Werkzeuge.

Sollen sich andere damit amüsieren. Denn bevor ich das evtl. nicht mehr kann, entsorge ich das Zeug lieber selbst, als daß meine Frau später einen Container Zeugs am Hacken hat. Doch, irgendwie fühle ich mich immer besser, so als Loslasser...

Nachtrag: Es ist für einen Oldtimer schon schwer zu ertragen. Wie das junge Gemüse heute in feinstem Minimal-Deutsch voller Abkürzungen über's Netz kommuniziert, ist schon abenteuerlich. Groß- und Kleinschreibung, Satzzeichen: Fehlanzeige. Anspruchsdenken, Schnorrermentalität, einfach gruselig. Der Burschi, der das Zeug hier vom Hof geschleift hat, käme auch nie auf die Idee, sich zu bedanken. Aber seine eMail hörte sich wenigstens normal an...


 


D
ie Asbacher
Kirmes beginnt in Kürze. Seit Jahrzehnten ein Ereignis in dieser Gegend, das weit über die Grenzen dieses Dorfes bekannt ist. Für mich ein Termin im Kalender. Vor nunmehr elf Jahren bin ich anläßlich des ersten Aufenthaltes in der Kamillus Klinik zum Diagnoseschub erstmalig mit dem Rollator die Reihen der Verkaufsstände abgefahren. Hatte also den Joker gezogen...

Diese bösartige Figur aus dem bekannten Film lauert hier auch auf der Kirmes. Vielleicht als ein Symbol für das, was sich in der Welt so abspielt. Da schippern verzweifelte Flüchtlinge zu Hunderten in völlig untauglichen Nußschalen übers Mittelmeer. Für viele nicht die Fahrkarte in die Freiheit, sondern in einen qualvollen Tod.

Da sieht man in den Medien flügelschlagende, unfähige Finanzgockel, die den Euro, oder wahlweise den Dollar, vor die Wand fahren. Die Amis lassen ihre Armen - und sie haben eine Menge davon - im Regen stehen, in dem sie sich auf die Forderungen ihrer Ultra-Rechten einlassen.

Parallel zum langfristig offensichtlichen Untergang des Euro formieren sich in ganz Europa unübersehbar nationalistische Kräfte. Die alten Feindbilder werden wieder 'rausgekramt, die Jahrhunderte lang so gut funktioniert hatten. Tschüß Europa...

Jo, und dann fehlt nur noch, daß man uns energiemäßig den Stecker 'rauszieht. Dann wohnen wir bald wieder in Höhlen.

Schwarz sehender, depressiver Behinderter? Wer das so sehen möchte, von mir aus. Ich stecke jedenfalls nicht den Kopf in den Sand. Höchstens die Füße in die Drechselspäne.

Wo ist nur Batman, der Retter der Erde? Scheint wohl zu pennen, dieser schwarze Flattermann. So ist das mit den Helden. Wenn mensch sie braucht, sind sie nicht da...



Mann, was für ein Wochenende. Die Nachrichten über Mord und Totschlag überschlagen sich. Bei mir ging es bei dem Mistwetter etwas ruhiger zu. Entschlacken war angesagt. Über zwei Zentner Fotos, Dias und Negative aus gut dreißig Jahren jagte ich, säuberlich nach Stoffen getrennt, durch den Schredder.

Da waren die Aufnahmen von den vielen Oldtimer-Trecker-Treffen, die ich als Sammler besucht hatte. Und alles Mögliche aus meinem früheren Leben, was mir vor die Linse gekommen war. Darunter auch Darsteller, die gewogen, und für zu leicht befunden, im charakterlichen Stresstest durchgefallen waren.

Werde als bekennender Minimalist alles entsorgen, bzw. erst gar nicht horten, was ich nicht benötige. Mir Leute vom Hals halten, die mir nicht gut tun. Jeder ist klug. Manche vorher, manche nachher...

Nachtrag: Den Reaktionen nach zu urteilen, scheint es einige Menschen heftig zu bewegen, daß ich sämtliche Bilder aus meinem früheren Leben vernichtet habe.

Aber Opfer von Naturkatastrophen oder Kriegsflüchtlinge  leben  auch ohne  Bilder weiter.  Die wichtigsten, positiven Ereignisse sind doch auf der inneren Festplatte gespeichert...




Wie heißt es so treffend? "Wirb oder stirb!"



Herzerfrischend, was derzeit an Nachrichten durch die Welt geistert. Es werden überall schon Grabreden für den Euro geschrieben. Haben wohl alle gedacht, daß man einen europäischen Wirtschaftsraum für umme bekommt. Daß jeder so 'rummachen kann, wie bisher. Schuldenmäßig in die Sahne hauen kann, Brüssel wird's schon richten.

So läuft das nicht. Niemand kann auf Dauer mehr ausgeben, als er einnimmt. Es war nur über die Jahrzehnte immer genügend da, wenn auch auf Pump. Die Regierungen aller Couleur hatten Schulden angehäuft, sich über die jeweilige Legislaturperiode gerettet, und dem Nachfolger den schwarzen Peter in die Hand gedrückt. Nur irgendwann kommt die Stunde der Wahrheit. Meistens dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann...

Tja, und jetzt kommt alles zusammen. Mister Obama bekommt die Rechnung für das präsentiert, was ihm die vorherigen Regierungen eingebrockt haben. Die Vorstellung, daß die USA zahlungsunfähig sein könnten, ist stark gewöhnungsbedürftig. Die Schuldenkrise in der Eurozone bereitet Kopfzerbrechen. Aber ich denke, irgendwie wird irgendwer diverse Kühe vom Eis holen. Nur um welchen Preis?

In Amerikanien werden die Dinge beim Namen genannt. Die Republikaner haben es offenbar nicht so mit dem Sozialen. Und da werden vielleicht auch die Europäer genau hinschauen. Sozialsystem, wozu? Auf die Schwächsten in der Gesellschaft schauen? Ach was! Gottesurteilmäßig den natürlichen Ausleseprozeß fördern, so geht das! *Ironiemodus AUS*

Gewerkschaftliche Errungenschaften der Vergangenheit erscheinen heute wie Geschichten aus dem Märchenbuch. Junge Menschen nehmen heute Arbeitsbedingungen hin, die an Leibeigenschaft erinnern. Und in der vollgefressenen Politiker-Kaste übt man schon in Sandkastenspielen, wie es wäre, die Menschen mit Suppenküchen und im Zwangs-Schoße ihrer Familien überleben zu lassen. Da würden für unsere Laienspieler in Berlin wieder Milliarden zum Verzocken frei... *Schwarzsehermodus AUS*

Jo, und unsere Pastorentochter dackelt als Waffen-Lobbyistin durch die Welt und versucht, so lange sie noch im Amt ist, fragwürdige Geschäfte mit fragwürdigen Geschäftspartnern anzuleiern. Bilder von ihrer Afrika-Tournee lenken so schön von den Problemen im Inland und in Europa ab.

Aber ihr graust ja vor nix, unserem Friedenstäubchen. Will sage und schreibe 200 Leo-Panzer an die Saudis verscherbeln lassen. Interessant, wo auf der Welt angeblich deutsche Interessen vertreten, oder sogar verteidigt werden sollen...

Zusammenfassend bin ich mehr als glücklich darüber, nicht mehr 20 Jahre alt sein zu müssen...





Keine Ahnung, was unsere Gemeinde-Helden geraucht hatten, als sie diesen Behindertenparkplatz verbrochen hatten.

Es sieht genau so nach ahnungslosem Aktionismus aus, wie die Bushaltestelle ein paar Meter weiter vor der Klinik, die Du als Rollator- oder Rollifahrer weder erreichen, noch benutzen kannst. Aber Hauptsache, es gab wieder einen Anlaß, Provinz-Politiker in die Linse eines Käseblatt-Fotografen grinsen zu lassen...

Warum ich mich wieder aufrege? 1. hält das den Kreislauf in Schwung, und 2. wäre es die gleiche Arbeit gewesen, einen vernünftigen Behinderten-Parkplatz zu schaffen.

Aber dieses Ergebnis hier sieht stark danach aus, als hätte einer der gut bezahlten Schreibtischtäter wieder maximal mit dem Bauch gedacht. Vielleicht auch Schlimmeres...

Für alles und jedes gibt es in diesem unseren Lande Gesetze und Verordnungen. Auch die Maße der Verkehrsschilder sind genormt. Warum hat man das Schild so hoch angebracht, daß der Betrachter beinahe eine Genickstarre bekommt? Hatten die auf dem Bauhof kein kürzeres Rohr? Zur Verdeutlichung meiner Fragen habe ich rechts im Bild meinen 2 Meter Zollstock an die Hauswand gelehnt.

Aber das sind nur Äußerlichkeiten. Gravierender sind die Mängel bei der Auswahl des Standortes. Nicht ohne Grund werden für Behindertenparkplätze besondere Maße vorgeschrieben. Besonders in der Breite. Damit Rollifahrer gefahrlos in das Fahrzeug ein- und aussteigen können.

Aber auf dieser Straße herrscht so viel Verkehr, wurde durch einseitiges Parken auf dem Bürgersteig eine künstliche Engstelle geschaffen.

Jemand, der das Merkzeichen "aG" im Behindertenausweis hat, und demzufolge einen Behindertenparkausweis bekommt, der den Inhaber zur Benutzung eines solchen Parkplatzes berechtigt, ist in der Regel nicht so artistisch veranlagt, um sich in dem schmalen Zeitfenster zwischen zwei durchfahrenden Autos aus dem Wagen, bzw. hinein zu fädeln.

Und wenn es ganz dicke kommt, dann wird es dunkel in der Straße. Dann nämlich, wenn idiotischer Weise ein Linienbus durch dieses Nadelöhr donnert. Gemeindeverwaltung Asbach: Setzen! Sechs...

Nachtrag: Sie lernen es nicht. Neues Schild, aber der gleiche ungeeignete Platz...






Premiere in meiner Werkstatt. Mein erstes gefrästes Holzgewinde. Lange genug hat es gedauert, bis alles fertig war. Noch ein paar kleine Änderungen, und ich kann bequem im Sitzen auf dem Bankbett meiner Drechselbank Außen- und Innengewinde in Holz fräsen.



Unter Verwendung meines Kreuztisches und der neuen Aufspannvorrichtung für die Musterspindeln erfolgt der Fräsvorgang.



Der erste Versuch, ein Rundholz mit Außengewinde zu versehen.



Die Welt ist ein Irrenhaus. Die EU schwimmt und rudert wie bekloppt. Ein Volk, bzw. deren lauteste Schreihälse, regen sich darüber auf, daß man sich nicht ungestraft einen Lenz machen kann. Früh in Rente gehen kann, Korruption und Steuerhinterziehung nicht zu den verbrieften Bürgerrechten gehören...

Unsere Frau Selbstgefällig, die Pastorentochter aus dem Osten, lenkt von den innenpolitischen Problemen ab, indem sie mit erhobenem Zeigefinger in der EU Wellen schlägt. Sie hat absolut nichts drauf. Aber sie schlägt im Inland ihre politischen Gegner genüßlich mit deren eigenen Waffen. Ist grüner als die Grünen. Nebenher bekommen noch die Energiekonzerne  a Zuckerl, indem sie die AKW energiewendemäßig fünf Jahre länger laufen läßt, als es notwendig wäre. Führt als plötzlich ergrünter Wendehals die Grünen als "Erfinder" des Atomausstiegs am Nasenring durch die Arena...

Und bei allen schlauen Reden und Drohungen gegen die Schuldenmacher der EU wird durch ihr Getöse mal wieder vertuscht, daß auch unser Land bis zur Halskrause verschuldet ist. So heftig, daß die Summe nach menschlichem Ermessen nie wieder zurück gezahlt werden kann...

Aber die Geschichte lehrt ja, wie es laufen kann. Mein Großvater hatte nach den zwei Weltkriegen plötzlich Zwangshypotheken an der Backe. Jo, Kriege und Geldentwertung hatten in diesem Land bisher noch immer unlösbare Probleme vom Tisch gewischt...

Aber pssst... Erzähl' das bloß niemandem von den jungen Leuten. Der Generation Praktikum, die gut ausgebildet keinen Job finden. Die von skrupellosen Geschäftemachern mit leeren Versprechungen um ihre besten Jahre gebracht werden. Ach übrigens: In einem halben Jahr ist Weihnachten...



Beispiel für antizyklisches Verhalten: Ein Rollifahrer rollert mit seiner fußgängernden Frau in's Aufnahmebüro des Krankenhauses, und verkündet der am Compi tippernden, mürrisch und unfroh dreinblickenden Dame freudestrahlend, daß er seine Liebste für ein paar Tage zur Kurzzeitpflege abliefern möchte.

Die tippernde Dame weiß nicht, ob sie lachen oder weinen soll. Da schiebt die Ehefrau ein:"Ich brauche einfach 'mal ein paar Tage Ruhe." nach. Sollte mir für meine nächsten Attacken immer ein Riechfläschchen einstecken...




Immer nur Kugeln drehen? Nein, das ist nichts für mich. Diesmal ist es eine Schale geworden. Aus einer gerissenen Thuja-Kugel hergestellt...



Immer wieder ein Quell der Freude. Ein Typ, dem die vermutliche Untertourigkeit seiner Denkfabrik förmlich aus den Augen zu springen scheint. Der möglicherweise nicht fähig ist, einen Nagel in die Wand zu schlagen. Der immer laut "hau" zu rufen scheint, und es offenbar für selbstverständlich hält, daß seine derzeit Angetraute heftig "ruck" macht. Diese Art Mensch ließ es sich nicht nehmen, mich in behindertenfeindlicher Art und Weise mit Äußerungen, die nahe am Vokabular der ultrarechten Szene im politischen Spektrum lagen, anzugehen.

Er unterstellt mir - im Beisein von Zeugen - , daß ich meine Behinderungen simuliere. Und ein Sozialschmarotzer bin ich seiner Meinung nach. Er scheint vor Neid darüber, daß ich nicht arbeiten muß, fast zu zerplatzen. Und er scheint es nicht verwunden zu haben, daß ich nicht so doof war, für lau die derzeit noch gemieteten Geschäftsräume seiner Frau mit Gedrechseltem zu dekorieren. Wo er doch mit seinem Sohnemann an der Hand, und mit treuherzigem Augenaufschlag, so darum gebettelt hatte.

Jo, er hat die totale Ahnung. Arbeitet "im Gesundheitswesen", wie er mir einmal sagte. Aber ob das Liefern von Klopapier an Kliniken wirklich auch dazu gehört?!

Warum konzentriert er seine Kräfte nicht auf das Wesentlich? Zum Beispiel darauf, mit Fleiß und Ausdauer die Schulden, die clevererweise auf den Namen der Ehefrau in deren Insolvenzverfahren laufen, schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen?

Aber spätestens dann, wenn das letzte Gebinde Backmischung *) "nach Großmutters Art" verbraucht ist. Das nächste gemietete Haus herunter gewirtschaftet ist. Sein Brötchengeber dahinter gekommen ist, daß er mehr im Geschäft seiner Frau herumzulungern scheint, als mit seinem Firmenwagen die Kunden zu besuchen. Spätestens dann wird er schmerzhaft begreifen müssen, daß jede/r die Suppe selbst auszulöffeln hat, die sie/er sich eingebrockt hat. Es hat sich im Laufe der  Menschheitsgeschichte durchaus bewährt, immer etwas weniger  auszugeben, als  man einnimmt.

Und er wird begreifen müssen, daß ich unser Fahrzeug trotz seiner miesen Tricks und seinem Gekeife dort parke, wo es für Inhaber eines Behindertenparkausweises vernünftig, sinnvoll und wünschenswert ist: Nämlich in Eingangsnähe.

Gut, daß mein Leben so reizarm ist. Sonst hätte ich wirklich keine Zeit, mich mit solchen Komikern zu befassen...

Anmerkung: Natürlich sind Ähnlichkeiten mit lebenden und toten Personen in diesem Text rein zufällig und selbstverständlich nicht beabsichtigt.

*) Irreführende Werbung?



Der Rechner ist mit diversem digitalem Getier verseucht. Das Wetter ist kaisermäßig. Also fahren wir in's Freilichtmuseum.



Korrekter Weise sollte ich vielleicht erwähnen, daß eine Ansammlung von Drechslern, und denen, die sich dafür halten, den Entscheidungsträgern im Hessenpark ein beträchtliches Eck für ihr drechseltechnisches Seniorentreffen abgeschwatzt hatten.



Es war so, wie in jedem Karnickelzüchterverein auch: Einige alte Uhus schwangen die schlauen Reden, und schoben ihre Bäuche in's Rampenlicht. Das "Fußvolk" machte die Malloche, wozu die Uhus sicher nicht fähig waren. Allerdings war man sich offenbar nicht darüber im Klaren, daß bei Ansammlungen von Menschen, die nicht organisiert sind, im Schadensfall möglicherweise mit dem Privatvermögen der Beteiligten zu haften ist...



Ob einige der Organisatoren wirklich wissen, wie gegrillte Menschen aussehen, wenn so ein völlig überfülltes Veranstaltungszelt mit Holzspänen inmitten eines Gebietes mit erheblichem Regendefizit zu fackeln anfängt, weiß ich nicht. Jedenfalls hatte ich schon immer einen Höllenrespekt vor Menschen, die intellektuell nicht dazu in der Lage waren, Angst zu haben.

Die paar Jugendlichen von der Feuerwehr, die vermutlich noch nicht komplett ausgebildet waren, geschweige denn, über eine Truppführer-Ausbildung verfügten, dienten wohl eher der Dekoration, als dem Schutz der Besucher.

Für meinen Geschmack kann man die Sicherheitsmaßnahmen für eine solch große Veranstaltung - aus welchen Gründen auch immer - nicht auf Kindergeburtstagsniveau planen und durchführen. Zumal ich weder Handfunkgeräte sah, noch strategisch wichtige Punkte im Zelt mit Personal und Löschgeräten besetzt waren.



Aber wie sagt man im Rheinland? "Et hätt noch immer joot jejange." Die großen Kinder hatten ihren Spaß. Erstaunliche Dinge waren zu sehen. Zum Beispiel, wie lange ein fehlernährter menschlicher Körper in der Lage ist, sowas zu überleben. Ansonsten riß mich das Treffen fachlich nicht vom Hocker. Viel Show - wenig Substanz...

Jedenfalls hat uns das Freilichtmuseum in Neu-Anspach recht gut gefallen. Und mit den Leuten, die mir wichtig sind, konnte ich ein paar Worte wechseln... 



In schlechten Zeiten scheut der gemeine Hobby-Drechsler selbst vor dem Recycling von Holzbeinen nicht zurück. Das ist das Ergebnis:


Aus einem Stück Holzbein wurde ein Teelichthalter in geräucherter Eiche.




Das hätte sie besser gepfiffen. Da tritt eiligen Schrittes die Anführerin der Gottespartei mit einem dümmlich-seligen Lächeln im Gesicht in Berlin vor die Presse, um ihre Freude über den Tod eines Ober-Terroristen zum Ausdruck zu bringen.

Erstens war der Job der Navy SEALs
kein Spaziergang, sondern brutal, dreckig, gefährlich (und völkerrechtlich fragwürdig). Zweitens: Wie paßt es in das Weltbild ausgewiesener Christen, sich über den Tod anderer Menschen zu freuen?

Hinzu kommt noch ein praktischer Aspekt bei der Bewertung dieser Dummvogel-Sprüche. Als Vorzeige-Ossin mit Hamburger Wurzeln trägt sie in ihrem hoch dotierten Job auch Verantwortung für das Wohl und Wehe ihrer über 80 Mio. Mitbürger.

Auch wenn wir terrormäßig in den letzten Jahren einigermaßen mit dem blauen Auge davon kamen, könnten jetzt evtl. fanatische Dummis auf die Idee kommen, dieses Land in Mitteleuropa auf einen der vorderen Plätze in der Terroropfer-Hitparade zu bomben.

Wie sagte Dieter Nuhr einst so treffend? "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten."


Nachtrag: Na bitte, es geht doch. Aus der Strafanzeige eines Richters: "Diese Äußerung - für die Tochter eines christlichen Geistlichen verwunderlich und abseits aller Werte wie Menschenwürde, Barmherzigkeit und Rechtsstaat - begründet den Anfangsverdacht einer Straftat nach Paragraf 140 des Strafgesetzbuches." ( Anm.: Belohnung und Billigung von Straftaten )





T
eelichthalter in Thuja. Ideal für kleine, intime Veranstaltungen, wie z.B. Partei- oder Kirchentage. Kann in Einraum-Wohnungen auch als Kaminersatz dienen. Durchmesser 23cm.



Der BVB ist germanischer Meister im Fuß-Ball. Die Walpurgisnacht ist auch heil überstanden. Um Elend zu sehen, braucht man nicht mehr in die Ferne zu schweifen.

Ein geübter Blick im Eingangsbereich eines Asbacher Supermarktes läßt ihn mit etwas Glück erspähen. Den drahtigen, leicht unterernährten Mann, der behende zwischen den teils heftig überernährten Kunden, mit hohem Altersdurchschnitt, herumflitzt.

Er schaut mit routiniertem Blick in die Abfalleimer, wühlt etwas darin herum, und zieht dann eine leere Flasche heraus. Die stopft er mit schneller Bewegung in die mitgeführte Tragetasche. Ein kurzer Rundumblick, ob er auch nichts übersehen hat. Dann öffnet sich die Automatik-Eingangstür durch den nächsten Kunden, und er verschwindet entgegen der vorgesehenen Laufrichtung wieder nach draußen.

Es mag ja toll sein, durch die Medien von Prinzenhochzeit und seliggesprochenen Polen eingelullt zu werden. Solange man sich den klaren Blick auf die Realität bewahrt...





 

"Ja is denn heut' scho Ostern?" Nein, nicht ganz. Aber sie haben mächtig zugeschlagen, die Spezialisten aus dem Erzgebirge. Sonst nur für die Profis in der Region tätig, waren es diesmal für den rheinischen Sitzdrechsler einige Spitzstähle für die Kugeldrehvorrichtung. Und damit lassen sich die Kugeln schälen, wie reife Äpfel...







Bewährte Folterwerkzeuge. Und wer mich ärgert, dem fräse ich ein Gewinde in's Ohrläppchen. Ach nee, das ist ja verboten...



Der Alptraum hat einen Namen. Stell' Dir vor, es wird ein Ortsbürgermeister gewählt, und der Kandidat der Gottespartei bekommt fast 70% der Stimmen.

Nein, nicht irgendwo in Baiern, hinter den sieben Bergen. Dieses sterbende Dorf hier (es haben schon wieder zwei Geschäfte zugesperrt) lebt lustig weiter in seiner dunkel-schwarzen, stockkonservativen Zeitschleife.

Schuldenfrei ist die Gemeinde. Aha! Glaub' ich aber nicht. Mit diesem Taschenspielertrick, der Trennung zwischen Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde, können sie verarschen, wen sie wollen. Mich nicht!

Lange, bevor die Ein-Euro-Jobs erfunden wurden, gab es hier schon einen "Bauhof 2", in dem arbeitsfähige Empfänger von Sozialleistungen Zwangsarbeit leisteten. Und es sind immer mehr orangefarbige Jacken im Straßenbild zu sehen. Doch, wirklich. Darauf können die tollen Christen hier echt stolz sein...




Man(n) kann es auch übertreiben, oder?!









Teelichthalter aus gedämpfter Nußwurzel, 16cm Durchmesser. Genannt "Wendehals". Durch den neuen Kreuztisch habe ich jetzt mehr Möglichkeiten, solche Dinge zu realisieren.

Von der Philosophie her erinnert das Teil daran, daß alles mindestens zwei Seiten hat. Praktisch sieht das so aus, daß mensch in Zeiten des Aufschwungs die großen Teelichter verfeuert, um bei Rezession oder Fastenzeit auf Sparflamme zu schalten... ;-)



Dem Säbelrasseln sind Taten gefolgt. Zwergstaaten, die teilweise ihre eigenen Probleme nicht auf die Reihe bekommen, schicken Kampfflugzeuge, um dem Wüstensohn, der sein Volk abschlachten läßt, Manieren beizubringen. Niemand scheint auf die Idee zu kommen, statt dieses Gemetzels eine leise, aber effektive Kommandoaktion durchzuführen.

Japan zwischen Hoffen und Bangen. Knallt es dort richtig, wird der Mensch, der die Atomkraft besser in der verschlossenen Schachtel gelassen hätte, vielleicht ohnmächtig zuschauen müssen...

Ein Kokosnußschalen schabender Tuppes lockt uns zu einer einstündigen Fahrt (plus Rückfahrt) in die Pampa. Zuvor hatte er schon vergeblich durch angebliche Selbstverstümmelung versucht, seinen zum Treffen geladenen Gästen zu entkommen...

Und über allem strahlt ein Supermond, der in diesen Tagen, wie alle paar Jahre wieder, der Erde etwas näher auf den Pelz rückt. Möchte 'mal wissen, wer den gedrechselt hat...





Erdbeben, Tsunamis, Verletzte, Tote, Atom-Störfälle. Ein Irrer in Nordafrika läßt das eigene Volk zusammenschießen. Aber die Staatengemeinschaft schaut seelenruhig zu. Schwätzt dummes Zeug, statt diesem Luxusidioten auf die Finger zu klopfen. *)

Eine Welt und eine Zeit nahe am Abgrund. Die Gnade von tausenden Kilometern Abstand tröstet kaum, wenn man das Elend und die Verzweiflung sieht. Das eigene Elend wird dagegen zur Lachnummer.

Zum seelischen Überleben gehört manchmal eine Kugel aus Thuja...

*) Nachtrag vom 18.03.2011. Erfrischender Klartext über die erbärmliche Feigheit deutscher Politiker. [ KLICK ]





Diesmal sind es keine Ringe unter den Augen geworden, sondern Kugel-Parkplätze aus Eiche...





Schi war's...





Zwei Tage lang tobte das Chaos in meiner Behindertenwerkstatt:




Die Sitzdrechselbank wird langsam so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Die Bank liegt jetzt auf zwei 15cm Eichenbalken, was eine aufrechtere Position beim Arbeiten ermöglicht.



Der neue Kasten hinter der Drechselbank enthält zwei Kammern, die zur Erhöhung des Gewichts mit trockenem Quarzsand gefüllt sind. Unter dem Kasten ist noch Platz zur Verlegung des Absaugschlauches zur benachbarten Zwergenbank.



Hinter der Bank entsteht so eine Fläche, die etwas niedriger ist, als das Bankbett.



Hier im Kasten einige Drechselutensilien zum "Probeliegen". Durch das Gewicht im Kasten bleibt die Drechselbank bei schwereren Werkstücken ruhiger.

Zudem wurde das Gewicht im Unterbau notwendig, weil die Fußbalken vorn nicht mehr überstehen. Dadurch werde ich zwar nicht mehr im Fußraum beeinträchtigt. Aber auch das Stützmoment wird dadurch verringert, was die Drechselbank je nach Belastung durch schwere Werkstücke nach vorn zum Kippen bringen könnte. Das wird jetzt durch das Gewicht im Kasten verhindert. Für alle Fälle kann ich aber auf der Spindelseite der Maschine, unten neben dem Balken, einen teleskopierbaren Ausleger zur Abstützung herausziehen.

An dieser Stelle mein Dank an die üblichen Verdächtigen, die mir bei der Materialbeschaffung und beim Zuschnitt behilflich waren. Besonders meine Lieblingsdrechslerin hat mir auf den letzten Metern sehr geholfen.

Körperlich fühle ich mich, als hätte ich meinen Sarg zusammengeschraubt. Aber viel wichtiger ist das fette Grinsen meiner Seele...



Zuwachs gab es in meiner Werkstatt. Ein neues Spielzeug eröffnet viele Möglichkeiten... [ KLICK ]




Es ist für mich ungemein beruhigend, zu wissen, daß ich mit Hilfe dieser Vorrichtung notfalls auch an schlechten Tagen meine Drechsel-Trainingseinheiten absolvieren kann. "Plan B" eben...



Es tummelt sich auch im Internet: Das Rattenpack, das auf die Schnelle, und ohne viel Aufwand reich werden möchte. Ein Werkzeugfuzzi, der natürlich nur per Vorkasse verkauft, kündigte die Lieferung mit einwöchiger Verzögerung an, nachdem ich den Betrag überwiesen hatte.

Und dann schickt er mir teilweise noch Zeug, was ich nicht verwenden kann. Rücknahme ist natürlich nicht, das war klar. Zu nichts zu gebrauchen, aber zu allem fähig. Nichts Besonderes. Früher gab es auch solche Komiker. Über die redet aber heute niemand mehr...

Aber wenn ich so überlege: Dieser pickelige Bubi muß noch ewig lange ackern. Und wenn er in diesem Stil weiter macht, wird er irgendwann an einen Anwalt-Sohn geraten, der ihm zeigt (zeigen läßt), wo der Hammer hängt.

Mich interessiert dieses Thema nicht mehr. Habe keinen Cent Schulden, und bin auch sonst niemandem etwas schuldig geblieben. Genau genommen läßt Stress die körpereigene Kortison-Produktion ansteigen, was den Kosten im Krankheitswesen zu Gute kommt... ;-)



Na ja. Da war dieses bescheidene Fernsehprogramm. Und dieses alte Eichenholz grinste mich so provozierend an. Da ist es dann halt passiert...




Eine Fernseh-Moderatorin bekommt einen Preis. Alle sind gerührt. Ich auch. Der sonst so obercoole Günter Netzer bekommt die Worte seiner Rede kaum heraus. Kann ich verstehen, wenn er die Frau aus unbehinderten Zeiten kennt.

Aber es ist vermutlich doch alles etwas anders, als Lieschen Müller das vor der Glotze erlebt. Da kommt eine sichtlich gehbehinderte, junge Frau an der Hand ihres Mannes auf die Bühne. Gehbehinderte sehen sofort: Neurologische Patientin. Und es ist nicht ihre normale Gehstrecke. Das Gangbild sieht eher danach aus, als benötige sie im richtigen Leben einen Rollator oder einen Rolli. Aber es war ihr Auftritt...

Dann ist die Sprache gut trainiert und einigermaßen verständlich. Aber es ist nicht mehr die Frau, die alle vom Bildschirm her kennen. Mimik und Gestik wie eingefroren. Eine intelligente "Puppe", die nicht mehr die ist, die sie 'mal war...

Das einzig Positive, was ich an diesem Auftritt erkennen kann: Es war ihr wichtig. Ihr Körper spielte ihr einen bösen Streich, den sie lebenslänglich nicht mehr vom Hals bekommt. Im Vergleich zu dem, was ich hier in der Klinik an Schlaganfällen
bei meist älteren Patienten sah, ist die Frau relativ heftig betroffen. Aber es gibt auch Fälle, die mir den Schweiß auf die Stirn treiben.

Was ich damit sagen will: Ich hörte jetzt nur von KÄMPFEN. Klar, aber mit dem Messer zwischen den Zähnen wird dat nix. Ob sie nochmal vor die Kamera kommt? Eher unwahrscheinlich. Die Leute haben Angst vor Krankheiten und Behinderungen. Denn sie ist nun behindert. Ob sie es wahr haben will, oder nicht. Sie wird ihren Weg finden. Nur für die Schicki-Mickis wird sie trotz allem Durchhaltegefasel und Betroffenheitsgesülze abgeschrieben sein. Als Behinderter bist Du die lila Kuh auf der Wiese, um es 'mal poetisch auszudrücken.

Jede/r muß mit ihrem/seinem Leben klar kommen. Und wenn ihr Heinz weiter zu ihr hält, ist das wie ein Sechser im Lotto. Ich würde mich an ihrer Stelle nicht mehr vor der Kamera vorführen lassen. Ihre Ansprache war ok, aber auch in gewisser Weise unterwürfig gegenüber dem System, dem sie bis zu ihrer Erkrankung angehört hatte.

Eigentlich ist Statistik nicht das, woran mein Herz hängt. Manchmal stehen dort Dinge drin, die eher ernüchternd sind. Es wird Zeit, daß ich die Dinger, die ich noch drehen will, in Angriff nehme...



Mein persönlicher Beitrag zur Eindämmung der Kosten im sogenannten Gesundheitswesen:[ KLICK ]



Endlich ist wieder etwas los, in meinem reizarmen Leben. Gut, daß M_eine S_euche sich immer etwas einfallen läßt, um mich bei Laune zu halten. Ein Super-Gefühl, wenn du etwas sagen möchtest, und es kommen nur unverständliche Gurgellaute aus Deinem Lautsprecher. Endlich Ruhe im Schiff, weil der Mund wie gelähmt zeitweise unfähig ist, sich klar auszudrücken.

Genieße in vollen Zügen den "natürlichen Verlauf der MS", wie es die weiß gekittelten Berufszyniker nennen. Zur Strafe dafür, daß ich nicht unser Krankheitssystem mit der Einnahme nutzloser, sauteurer, dafür aber nebenwirkungsreicher Medis unterstütze.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder verschwinden die Sprachstörungen wieder, oder ich rolle irgendwann mit dem Schreibtäfelchen um den Hals durch die Gegend. Es bleibt spannend...





Andere drehen Urnen, Kreisel oder Däumchen. Bei mir kreist der Hammer. Eigentlich logisch bei den vielen Werkzeugen, die ich in meinem Leben schon verkauft habe. Diesem Erstlingswerk folgten noch einige Exemplare in verschiedenen Größen und Holzarten. Ein schöner Zeitvertreib, wenn Wetter und Fernsehprogramm nicht so richtig mitspielen. Dazu wird mir der Meißel als allgemein verhaßtes bis gefürchtetes Drechslerwerkzeug immer vertrauter...



Wecke nie das Tier im Rollifahrer! Manche fahren so, als hätten sie nichts mehr zu verlieren... [ Link ]



Moin Europa, da bin ich wieder. Hoffe, Ihr hattet einen halbwegs eleganten Start in's Neue Jahr. Alle Haxen noch ganz, und habt Euch bei dem scheiß Winterwetter nicht auf die Nase gelegt.

Werde demnächst mit Unterstützung durch meine lebende Maschinenfabrik den Arbeitsplatz etwas verfeinern. Wir werden sehen...


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