Maschinen und Werkzeuge

 

 

 


Mein Arbeitsplatz (alte Werkstatt)

  Drechselbank

 

 

Das ist mein Arbeitsplatz zum Sitzdrechseln. Mit dem Rolli kann ich bis nahe an die Drechselbank heranfahren. Dann erfolgt das Umsetzen.

Die Drechselbank hatte in der ursprünglichen Version ein relativ kurzes Bankbett, und einen 750 Watt Antrieb bei 260mm Spitzenhöhe. Diese Maschine habe ich zwischenzeitlich erweitert, da sie meinen steigenden Ansprüchen nicht mehr genügte. Hier die Vorgeschichte: [ KLICK ]
Die Maschine nach dem Umbau: [ KLICK ]



Die Vergrößerung des Zapfendurchmessers an der Handauflage der Drechselbank von ein Zoll auf 30mm brachte mir eine spürbare Verbesserung beim Drehen durch Reduzierung der Schwingungen.

Durch den Einbau eines neuen Handauflagen-Unterteils sind jetzt die Voraussetzungen gegeben, Rohlinge für 70cm-Kugeln zu bearbeiten. (Wenn  denn  dieses  Drecks-Antriebsriemchen (4 Rippen, 10mm breit) dazu geeignet wäre, die 1,5 KW Antriebsleistung zu übertragen.)

Viele Drechsler werden mich für einen Banausen halten, wenn ich edle Griffe der Drechseleisen gegen 160 mm Feilenhefte aus Weißbuche tausche.

Zum Sitzdrechseln kann ich keine langen Werkzeuggriffe gebrauchen, da der Platz sehr beengt ist.
Lange Werkzeuge könnten schon mal zurückschlagen, und den Sitzdrechsler verletzen.

Bei manchen Werkzeugen achte ich darauf, daß sie aus dickwandigem Material hergestellt sind. Dadurch liegt das Werkzeug ruhiger auf der Handauflage, da die Schwingungen gegenüber dünnwandigem Material geringer sind. Das macht sich beim Arbeiten mit kurzen Griffen,  z.B bei Schruppröhren und Schabern, 
sehr positiv bemerkbar.










Arbeite meist - vor allem zu Anfang - bei einem Werkstück mit geringer Drehzahl und geringer Spanabnahme. Ich habe doch genügend Zeit.



Es ist recht eng in der Werkstatt ;-)

Logischerweise sind Schutzvisier und Staubschutzmaske Pflicht, wenn man so nahe am Werkstück, und ohne "Fluchtmöglichkeit" sitzt.

Sitzdrechseln ist also nicht ganz ungefährlich..

Anmerkung zum Foto: Nein, Onkel Peter sitzt normalerweise NICHT mit seinem alten Motorradhelm zum Arbeiten an der Drechselbank. Onkel Peter hat einen Spaß gemacht.
Alle, die eine interessierte bis besorgte eMail geschickt haben, mögen sich bitte wieder abregen...
   

 


Neue Werkstatt (Bau einer 31cm-Kugel) 

 

 

 

Bandsäge









Bandsäge mit Kasten-Unterbau, der ein Arbeiten im Sitzen ermöglicht. Die Doppelrollen (vorn feststellbar) erlauben es, die Säge problemlos in der Werkstatt zu versetzen. In den Schubladen lassen sich Zubehör, wie Sägebänder, Anschläge und auch Werkzeuge verstauen.




 

Späne- und Staubabsaugung



Dieses "Säugetier" ist schon älteren Datums, und war im Original mit 370 Watt Motor für Lichtstrom ausgerüstet. Die Umrüstung auf 550 Watt Drehstrom-Motor und stufenlose Drehzahlsteuerung per Frequenzumrichter trägt wesentlich zur Verbesserung des Werkstattklimas bei.

Die pulverisierten Bäume, die schon an der Quelle weggesaugt werden, können nicht mehr die Lunge belasten. Zudem läßt sich die Saugleistung, und somit auch der Geräuschpegel, stufenlos regeln. Die Anlage ist so leistungsfähig, daß ich Drechselbänke und Bandsäge gleichzeitig anschließen kann.





Späne-Vorabscheider






Zunehmend wird es für mich schwieriger, an der Absaugung die Spänesäcke zu wechseln, bzw. zu entleeren.

Bei größerem Späneaufkommen ist es eine Erleichterung für mich, daß jetzt die Späne überwiegend in der Tonne gesammelt werden, und im Spänesack der Absaugung nur noch geringe Staubmengen landen.

Das Funktionsprinzip ist schon lange bekannt, und wird im Beitrag von Heinz ausführlich geschildert. Die Zutaten für meine Tonne: Ein Weithalsfass 120 Liter, diverse Paßstücke aus der Entlüftungstechnik, sowie eine Kartusche Karosseriekleber.





  Kreuztisch


Weil das räumliche Sehen und die Feinmotorik bei mir gelitten haben, verwende ich z.B. zum Planen von Flächen einen Kreuztisch. Es sind aber mit diesem Gerät noch andere Anwendungsarten zum Längs- oder Querdrehen möglich.





Hier als Beispiel das Plandrehen eines Kreiselbrettes.









Mit dem Maschinenhalter ist auch Fräsen und Bohren möglich.



Natürlich geht's auch mit der Bohrvorrichtung.





Ich kann auch anders: Wenn mir fad ist, steigt Onkel Peter's Stuntshow...





Schleifscheibe mit Schleiftisch


Der 30cm Schleifteller mit Schleiftisch ist oft sehr praktisch.




Schleifmaschine

 


Zum Schleifen der Werkzeuge verwende ich einen langsam laufenden Doppelschleifbock mit 1500 U/Min. Mit den vorhandenen Schleifvorrichtungen lassen sich alle Drechseleisen schnell und unproblematisch schärfen. 




Doppelschleifer und Tischbohrmaschine auf Rollschränken.





Tischbohrmaschine und Doppelschleifer

 

 

 

Rolltisch



 

Für die neue Werkstatt habe ich mir einen Rolltisch umgebaut, an und in dem Werkzeuge und Zubehör, das ich zum Drechseln benötige, ihren festen Platz haben.

So habe ich die gängigsten Drechseleisen und Spannfutter bei der Arbeit griffbereit.



  


Werkstatthelfer





Um schwere Rohlinge und Werkstücke zu bewegen, benutze ich einen Werkstattkran. Er wurde für meine Zwecke modifiziert. Mittlerweile verbinden mich nach einigen Stunts diverse düstere Geheimnisse mit dem Kran. Bin froh, daß niemand zugeschaut hat. Manche Leute sind halt a bisserl empfindlich...







Da bei größeren Arbeiten erhebliche Mengen Späne entstehen, hilft mir der Paravent aus Stoffbahnen, der sonst meistens als Sichtschutz Verwendung findet, den Flug der Späne einzudämmen.

Bisher stand die Zeit zum Aufsaugen der Späne in keinem Verhältnis zur Arbeitszeit für das Drechseln. Es ist für mich einfacher, die zwei Flügel aufzustellen, und später die Späne rund um die Drechselbank zu entfernen, statt in niedrigster Gangart durch die Werkstatt zu robben, und die Späne aus allen möglichen und unmöglichen Ecken und Ritzen zu holen.






Die glatten Oberflächen beim Drechseln sind vielen Menschen sehr wichtig. Gebetsmühlenartig wird den Neulingen immer erzählt, daß Schleifen nur sehr selten nötig ist, wenn man mit scharfen Eisen vernünftig arbeitet.

Nun, ich bin mittlerweile so alt geworden, daß ich nicht mehr alles glaube. Insbesondere dann, wenn ich die Verkaufszahlen von Schleifmitteln in der Branche einigermaßen abschätzen kann... ;-)

Links auf dem Foto ist das Henkellocheisen aus Remscheid zu sehen, das ideal dazu geeignet ist, sich kostengünstig die kleinen Schleifpads selbst auszustanzen.

Rechts sind die Tatwerkzeuge zu sehen, mit denen ich entweder mit Eigenrotation oder elektrisch meine Werkstücke schleife.








Das ist meine aufspanntechnische Allzweck-Waffe: Die Aufspannscheibe. Sie wurde zwar nicht von mir erdacht, aber bisher nur mit gerader Seite geliefert, soviel ich weiß. Dieses Hilfsmittel ist so einfach, daß es jeder Dreher leicht herstellen kann.

Die Idee ist so simpel, wie zweckmäßig. Der zentrale Aufspannpunkt des Rohlings ist rasch ermittelt. An diesem Punkt jagt man seine Schraube durch die Mittelbohrung der Scheibe in das Holz. Danach sind auch die anderen vier Schrauben leicht anzubringen.

Da die Scheibe durch die leicht konische Form perfekt in die üblichen Schwalbenschwanz-Backen der Drechselfutter paßt, trägt die Verbindung vollflächig, und ist entsprechend belastbar. Bei geraden Seiten der Scheibe tragen die Backen nur an der Spitze, was mir zu gefährlich ist.

Deshalb hängt es eher von der Größe der Drechselbank und der Länge der Schrauben ab, welche Rohlinge ich aufspannen kann.

Als Sonderfall für große Kugeln verwende ich solche Scheiben mit auf 60° gefräster Mittelbohrung, um an der Reitstock-Seite den Rollkörner sicher zu platzieren.





 

Wichtige Helfer beim Sitzdrechseln sind der teleskopierbare Magnetheber und der Greifer. Mit diesen Hilfsmitteln ist es recht leicht für mich, Dinge, die herabgefallen sind, vom Boden aufzuheben. Der Magnet hat schon manches Metallteil aus den Spänen gefischt...









 
 

© Peter F. Wermeister 2009-2011

www.sitzdrechseln.de